Tiefgang
Konflikt am Meeresgrund – 17 Staaten wollen Unterseekabel besser schützen
Lesedauer: 5 Min.
Sie sind überall auf der Welt verteilt, unverzichtbar für zivile Kommunikation, Handel und Militär – und weitgehend ungeschützt: Unterseekabel. Australiens Verteidigungsminister Richard Marles warnte am Wochenende auf dem Shangri-La-Dialog in Singapur: „Der Meeresboden wird zum Schlachtfeld.“ Viel zu lange habe mannicht erkannt, dass Unterseekabel längst zum strategischen Angriffsziel geworden sind. Die aktuellen Attacken seien historisch beispiellos in Ausmaß und Häufigkeit.
Daher soll sich beim Schutz der Kabel nun einiges ändern. Am Rande des Shangri-La-Dialogs, der wichtigsten asiatischen Sicherheitskonferenz, haben sich auf Initiative Singapurs 17 Staaten aus Europa, dem Nahen Osten, Ozeanien und Südostasien auf ein Rahmenwerk namens „Guiding Principles for Underwater Infrastructure Defence Exchanges“ verständigt. Damit wollen Frankreich, Großbritannien, Estland, Finnland, Australien, die Niederlande, Malaysia, die Philippinen, Katar und andere gemeinsam mehr für den Schutz von Unterseekabeln leisten. Deutschland ist nicht dabei.
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