Meldung
„Graf Dracula“ im Restaurant: Kelber kritisiert Datenpolitik der Pandemie
Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Ulrich Kelber hielt sich bei einem seiner wohl letzten großen öffentlichen Auftritte nicht zurück. Der scheidende Bundesdatenschutzbeauftragte kritisierte gestern bei der Republica in Berlin die „gefährliche Unterdigitalisierung“ Deutschlands und wehrte sich gegen Kritik an zu strengen Datenschützern. „Wer schlau digitalisiert, kann beides“, sagte er zum Abschluss eines Panels zur Frage: „Datenschutz vs. Datennutzung: unvereinbare Gegensätze?“ Nachsatz: „Wer dumm digitalisiert, wird sich auf die Datenschutzbehörden gefasst machen müssen.“ Mein Kollege Matthias Punz war dabei.
Zankapfel Gesundheitsdaten: Im Zentrum der Debatte mit Alena Buyx, Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin und bis vor Kurzem Vorsitzende des Ethikrats, stand unter anderem die Nutzung von Daten im Gesundheitssystem. Seit der Pandemie sei vor ihm auf seinem Schreibtisch eine Vertiefung zu finden, sagte Kelber. „Wo ich ab und zu mit dem Kopf draufgeschlagen habe.“ Der Grund: Der Datenschutz sei für vieles verantwortlich gemacht worden, was generell nicht funktioniert. „Die Realität war, dass wir unser System nicht vorbereitet haben.“
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