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Tiefgang

Zankapfel Digital Markets Act: Brüssel und die Tech-Giganten

Lesedauer: 7 Min.

Die Art und Weise, wie Apple mit der Umsetzung der Regeln des Digital Markets Act (DMA) umgeht, hat in den vergangenen Tagen einigen Stoff für Diskussion geliefert, denn andere Marktteilnehmer werfen dem Tech-Konzern unlautere Methoden vor. Der DMA war eigentlich dazu gedacht, die Marktmacht großer Konzerne aus dem Silicon Valley zu mindern, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Sie sollen unter anderem eigene Produkte auf ihren Plattformen nicht bevorzugen. Der DMA wirkt ab dem 7. März, aber bereits jetzt zeichnet sich ab, dass das Ganze ein Katz-und-Mausspiel zwischen Brüssel und den Unternehmen wird.

Denn Apple lässt zwar – wie im DMA vorgegeben – nun auch andere App-Stores zu, führte aber gleichzeitig neue Regeln ein. Entwickler müssen neuerdings für den Vertrieb über eigene App-Stores nur noch 17 Prozent statt wie vorher 30 Prozent des Umsatzes an Apple abgeben. Allerdings müssen sie auch eine „Core Technology Fee“ entrichten – die beläuft sich auf 50 Cent pro Installation, sobald eine App mehr als eine Million Mal installiert wurde. „Erpressung“ und eine „totale Farce“ hat Spotify das vergangene Woche genannt. Meta-Chef Mark Zuckerberg sagte, Apples Regeln seien „so beschwerlich“, dass sie für Entwickler unattraktiv werden. Zudem stünden sie „im Widerspruch zu den Absichten der EU-Verordnung“.

Von einem solchen Verhalten der sogenannten Gatekeeper-Unternehmen sei auszugehen gewesen, sagte Jürgen Kühling, Vorsitzender der Monopolkommission, SZ Dossier, und nannte Alphabet, Amazon, Apple, Bytedance, Meta, Microsoft. Demnach rechnet er mit Versuchen dieser Unternehmen „sämtliche Gebote und Verbote des DMA, die ihren eigenen Geschäftsinteressen entgegenstehen, mithilfe von technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Umgehungsstrategien zu untergraben“.

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