Tiefgang
Wie der ideale Bürgerservice 2030 aussieht
Lesedauer: 5 Min.
Vom Meldewesen über Sozialleistungen bis hin zur Stadtentwicklung: Der „Konzern Kommune“ mit all seinen Ämtern, Behörden und eigenen Unternehmen bietet eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen an. Die Themenbreite bringt eine Herausforderung: Wie können Services aus verschiedensten Bereichen künftig weiterhin alle in hoher Qualität angeboten werden? Vor allem, wenn das Personal immer knapper und der digitale Wandel immer schneller wird?
Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) ging dieser Frage im Impulspapier „Der kommunale Service 2030“ nach. Das Papier liegt SZ Dossier vor und wird im Laufe der Woche veröffentlicht. „Aus meiner Sicht gibt es zwei zentrale Empfehlungen“, sagte Matthias Hörmeyer, Referent für Organisations- und Informationsmanagement bei der KGSt, SZ Dossier.
„Zum einen braucht es eine proaktive Verwaltung, die von selbst auf die Menschen zugeht und sich vom ‚Leitbild Antrag‘ löst“, sagte Hörmeyer. Das setze eine viel stärkere Verzahnung des Prozess- und Datenmanagements in einer Kommune voraus. Zum anderen fordert die KGSt in ihrem Papier einen vernetzten Bürgerservice, der einen Ökosystem-Ansatz verfolge. „Das bedeutet, dass etwa ortsansässige Vereine über Ehrenamtsstrukturen verstärkt in die Serviceerbringung eingebunden oder Potenziale interkommunaler Zusammenarbeit mehr genutzt werden.“
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