Tiefgang
Wenn während des Feiertags der Notfall ausbricht
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Für drei ostwestfälische Krankenhäuser gab es keine fröhlichen Weihnachten. Am 24. Dezember griffen Cyberkriminelle das Franziskus Hospital Bielefeld, das Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück und das Mathilden Hospital in Herford an. Die Folge: IT-Systeme sind ausgefallen und Daten wurden verschlüsselt. Die Krankenhäuser arbeiten nun analog.
Dass gerade an Feiertagen Cyberangriffe stattfinden, hat System. Manuel Atug ist Cybersicherheitsexperte und Sprecher bei der Arbeitsgruppe Kritische Infrastrukturen (AG Kritis). Er sagte SZ Dossier, Cyberkriminelle bereiten ihre Angriffe vor und greifen dann gerne an Feiertagen zu oder freitagabends, weil sie wissen, dass die IT-Beauftragten der Unternehmen oft erst am Montag wieder im Dienst sind. So hätten die Kriminellen das ganze Wochenende Zeit, sich in den Netzen auszubreiten.
Bei den drei betroffenen Krankenhäusern war überhaupt nur ein IT-Mitarbeiter im Rufdienst, wie die zuständige Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) SZ Dossier sagte. Es seien aber dann zur Unterstützung weitere Mitarbeitende hinzugeholt worden. Inzwischen seien nahezu alle IT-Mitarbeitenden direkt oder indirekt mit der Aufarbeitung des Angriffs beschäftigt. Inklusive der hinzugezogenen externen Expertinnen und Experten arbeiten derzeit circa 20 Personen an diesem Thema.
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