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Tiefgang

„Unser Datenraum für Europa ist komplett getrennt vom Rest“

Lesedauer: 8 Min.

Bundeskanzler Olaf Scholz wird heute in Berlin über die Cloud, Künstliche Intelligenz und den Industriestandort Deutschland sprechen. Der Anlass: Microsoft-Chef Brad Smith ist in der Stadt. Smith kommt aber nicht ins Kanzleramt, sondern Scholz in Microsofts Atrium Unter den Linden. Um 11:15 werden die beiden gemeinsam mit der Deutschland-Chefin, Marianne Janik, die Bühne betreten. Deutschland ist für Microsoft ein essenzieller Markt, die deutsche Industrie prädestiniert dafür, um neue KI-Produkte für Produktionsstätten und Fabriken einzuführen – mit internationaler Strahlkraft.

„Mit Siemens arbeiten wir aktuell zum Beispiel eng zusammen“, sagte Janik im Interview mit SZ Dossier. „Wir liefern die technologische Plattform, Siemens das Branchenwissen.“ Das Ergebnis: der „Siemens Industrial Copilot“, eine Art ChatGPT für die Industrie, den man gemeinsam entwickelte (SZ Dossier berichtete). Microsoft will das Potenzial solcher Kooperationen nutzen. „Wir sind seit 40 Jahren in Deutschland, haben hier 3000 Mitarbeitende, ein großes Partnernetzwerk und eine sehr starke Verbindung zur deutschen Industrie.“

Die rasanten Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz böten vor allem Deutschland enorme Chancen. „Ich sehe drei Wege, wie sich die deutsche Industrie dem Thema KI nähert.“ Erstens: „Man kann einfach nutzen, was aus der Steckdose kommt“, sagte Janik und meint damit Marktlösungen wie – wenig überraschend – Microsoft 365 Copilot. Der zweite Weg sei der, den Siemens gegangen ist und gemeinsam mit Microsoft ein Produkt entwickelt hat, das man dann selbst vermarkten kann. „Oder man entwickelt komplett eigenständige Large-Language-Modelle für die Industrie.“

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