Tiefgang
Strom statt Öl: Der Iran-Krieg befeuert den Wandel
Lesedauer: 5 Min.
Der Iran-Krieg mag sich seinem Ende zuneigen. Doch weltweit haben Staaten die Warnung vor fossilen Abhängigkeiten gehört. Sie elektrifizieren ihre Energiesysteme und treiben zugleich den Übergang zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen voran. Die Entwicklung wird durch die Nachfrage dominiert: Fahren und Heizen werden elektrisch, dazu kommen seit einer Weile die KI-Rechenzentren mit ihrem immensen Stromhunger.
Experten erwarten allerdings, dass der eigentliche Ölschock trotz der Friedensgespräche erst noch kommt. Weltweit gehen die Reserven rasant zur Neige. Die angepeilte Öffnung der Straße von Hormus leitet nur eine Trendwende ein, die Monate dauern kann. Zumal bislang nicht klar ist, zu welchen Bedingungen die Meerenge überhaupt geöffnet wird. Klar ist, dass Energie vorerst knapp bleibt, egal in welcher Form. Die Abhängigkeit der EU von Energieimporten berge damit steigende Risiken, urteilt die Brüsseler Denkfabrik Bruegel. „Die Versorgungssicherheit hängt von den globalen Märkten und politischen Entwicklungen ab, auf die Europa keinen Einfluss hat.“
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