Tiefgang
Reiche reist im Kreuzfeuer der Handelskonflikte nach Peking
Lesedauer: 5 Min.
Wenn Katherina Reiche kommende Woche nach China fährt, betritt sie handelspolitisch vermintes Gelände. Abgesandte der deutschen Regierung werden auch als Vertreter der EU behandelt – und die bringt derzeit ein Handelsinstrument nach dem anderen gegen China in Stellung, sehr zum Ärger Pekings. Deutschland mit seinen hohen China-Investitionen und -Abhängigkeiten gilt als Kandidat, auf den Peking Druck ausüben kann, damit Berlin in Brüssel interveniert.
Reiche wird in dem angespannten Klima potenziell für all das in Haftung genommen, was Peking stört. Die Liste ist lang. Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat China in einer Rede im Jahr 2023 als geopolitischen und wirtschaftlichen Rivalen definiert, dem die EU mehr entgegensetzen muss. Die Handelsinstrumente, die Europa seither geschaffen hat, richten sich nicht nur, aber eben in erster Linie gegen die Auswirkungen des chinesischen Staatskapitalismus.
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