Großbritannien will strenger auf gefährliche Inhalte im Netz reagieren. Nachdem es in Nordirland, insbesondere in der Hauptstadt Belfast, zu rassistisch motivierter Gewalt kam, rückte die Rolle von Plattformen in den Blick der Behörden. Vorausgegangen war ein Messerangriff, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde. Inzwischen wurde ein sudanesischer Mann für versuchten Mord angeklagt. Ein Video der Tat hatte sich online rasant verbreitet.
Die nordirische Polizei verwies am Donnerstag auf eine Dynamik auf den Plattformen, die Menschen auf die Straßen treibe: „Was wir beobachtet haben, ist eine erhebliche Koordinierung durch Aktivitäten in den sozialen Medien“, erklärte der stellvertretende Polizeichef Ryan Henderson laut britischen Medien am Donnerstag. Ein Teil davon stamme von Menschen aus Nordirland, ein Teil von außerhalb Nordirlands und der irischen Insel. Unter anderem der britische Rechtsextreme Stephen Yaxley-Lennon, bekannt als Tommy Robinson, aber auch Tech-Milliardär Elon Musk instrumentalisierten den Vorfall.
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