Tiefgang
„Im Moment stehen wir ziemlich blank da“: Deutschland konkurriert mit Asien um Gas
Lesedauer: 6 Min.
Vor dem Iran-Krieg hatten Marktanalysten für die kommenden Jahre eine Flüssiggas-Angebotsschwemme erwartet – dank neuer Exportanlagen, sinkender Nachfrage durch die Energiewende und eine schwächelnde Wirtschaft in China. Doch nun haben iranische Raketen durch den Beschuss der weltgrößten LNG-Anlage in Katar rund 20 Prozent des Angebots mittelfristig aus dem Markt genommen. Für die Reparaturen braucht Qatar Energy nach eigenen Angaben bis zu fünf Jahre. Eine geplante Expansion will der Konzern aufschieben.
Während die erwartete Nachfrage gleich bleibt, reduziert sich für die kommenden Jahre das Angebot. Die Folge: steigende Preise. Der europäische Gaspreis, der an einer niederländischen Börse gebildete TTF, ist durch den Iran-Krieg um knapp die Hälfte gestiegen. Er liegt nur deswegen nicht noch höher, weil die Märkte davon ausgehen, dass die Lieferungen bald wieder aufgenommen werden.
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