Tiefgang
Gesucht: Das Archiv der Zukunft
Lesedauer: 7 Min.
In Archiven lagert Menschheitswissen, sie sind Orte des kollektiven Gedächtnisses. Für künftige Historikerinnen und Historiker dienen sie als Quelle, um Entscheidungen zu bewerten und nachvollziehbar zu machen. Im digitalen Zeitalter könnten sie eine weitere Aufgabe bekommen: als Zukunftsressource im Datenbereich. Sind die dort gespeicherten Daten zugänglich, gut strukturiert und maschinenlesbar, könnten etwa KI-Modelle damit trainiert werden.
Doch der Weg ist noch lang, die öffentlichen Archive stehen zu großen Teilen noch am Beginn des digitalen Wandels. Kilometerweise Papier lagert dort, digitale Formate können noch nicht immer verarbeitet werden, beziehungsweise fehlen einheitliche Standards ebenso wie eine geeignete digitale Infrastruktur. Die Bundesdruckerei und das Beratungsunternehmen Possible haben deshalb Zukunftsszenarien für die Rolle und Aufgaben von Archiven entworfen und versuchen, den Weg dorthin zu skizzieren. Das Papier erscheint morgen und liegt SZ Dossier vorab vor.
Archive bewegen sich in einem hochregulierten Umfeld. Was sie tun müssen und dürfen, ist in engen Grenzen klar definiert. In Deutschland sind die Regeln im Bundesarchivgesetz und entsprechenden Landesgesetzen festgelegt. Zu den wichtigsten Schritten in Archiven zählen Sichtung, Bewertung, Erhaltung und Aufbewahrung von Dokumenten, Bildern und anderen relevanten Materialien.
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