Guten Morgen. Der Komiker Colin Jost hatte am Samstag die Gelegenheit, US-Präsident Joe Biden beim alljährlichen White House Correspondents‘ Dinner aufzuziehen. Natürlich machte er ein paar Witze über das weit fortgeschrittene Alter des Präsidenten und die Tatsache, dass das Rennen ums Weiße Haus trotz der vielen Gerichtsprozesse von Herausforderer Donald Trump knapp werde.
Jost ging aber auch auf die Macht von Tiktok und den Konflikt mit der US-Regierung ein. „Wussten Sie, dass 90 Prozent der Menschen ihre Nachrichten heute ausschließlich über die sozialen Medien beziehen? Und das muss wahr sein, denn ich habe es im Tiktok irgendeines Typen gesehen. Er filmte sich, während er einen Toyota Corolla fuhr, aber schien sich schon auszukennen“, sagte er.
Ob es nicht verrückt sei, dass Tiktok Ende des Jahres in den USA verboten werden könnte, fragte Jost. „Das ist auch wirklich schade, denn wir werden Tiktok brauchen, um zu dokumentieren, wer am nächsten 6. Januar das Kapitol stürmen wird“, sagte er und war damit wohl vielen ein bisschen zu zynisch, denn wirkliches Gelächter erntete er nicht dafür.
Sehr wohl über sich selbst lachen konnten aber die Printjournalisten der White House Correspondents‘ Association, als sie dran waren. „Ich würde gerne einen Moment lang alle Printjournalisten in diesem Raum würdigen“, sagte Jost. „Eure Worte bringen Licht ins Dunkel und was am wichtigsten ist, Eure Worte trainieren die KI-Programme, die Euch bald ersetzen werden.“
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