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Tiefgang

Geheimdokumente in der öffentlichen Wolke

Lesedauer: 6 Min.

Dass Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), diese Woche ankündigte, dass für den Dienstgebrauch eingestufte Dokumente („VS-NfD“) künftig in Public Clouds verarbeitet werden dürften (SZ Dossier berichtete), sorgt aktuell noch für viele Fragezeichen. Denn Geheimpapiere – oder Verschlusssachen, wie man in der Verwaltung sagt – werden aktuell meist in hochsicheren, vom restlichen Internet abgetrennten Clouds geteilt und gespeichert.

„Das Ziel ist, Daten mit Einstufung ‚Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch‘ in der Public Cloud sicher zu verarbeiten“, bestätigte auf Anfrage von SZ Dossier ein Sprecher des BSI die Pläne. Konkret arbeite das BSI aktuell daran, neue technische und organisatorische Vorgaben für Cloud-Anbieter („Security of the cloud“) und Cloud-Nutzer („Security in the cloud“) zu erstellen. Zu diesem Zweck führe das BSI derzeit Risiko- und Bedrohungsanalysen durch. „Cloud Computing ist die Industrialisierung der IT, das BSI will Public Clouds der Hyperscaler aktiv und sicher in Deutschland nutzbar machen.“

Davon unabhängig sei, dass der allgemeine BSI-Kriterienkatalog für Clouds („C5“) überarbeitet wird. Das stehe ohnehin an, sagte der Sprecher. Einen konkreten Zeitplan für das Vorhaben VS-NfD in der Public Cloud will das BSI nicht nennen. Die Fachcommunity und die Anbieter sollen aber daran mitarbeiten, sagte der Sprecher. Dazu gehörten auch die Hyperscaler.

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