Tiefgang
Europas Datenjahr
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Vergangenen Donnerstag ist der Data Act in Europa in Kraft getreten — „ein Paradigmenwechsel“, sagte der Jurist und Datenexperte Hubertus von Roenne SZ Dossier. „Er besagt, dass die Nutzungsrechte an Daten, zukünftig dem Nutzer und nicht dem Hersteller zustehen.“ Unternehmen haben eineinhalb Jahre Zeit, um ihre Produkte an die neuen Regelungen anzupassen. Mitte September 2025 gilt die Verordnung unmittelbar.
Es geht um Daten, die bei der Nutzung vernetzter Produkte entstehen. Klassisch zählen dazu Smart-Home-Geräte, aber auch Fahrzeuge und weitere Produkte im Internet der Dinge. Durch den Data Act würden „die Karten in vielen Branchen neu gemischt“, sagte von Roenne – vor allem bei der Mobilität.
Mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gibt es große Schnittmengen. Und Konfliktpotenzial: Während die DSGVO einen strengen Datenschutz vorschreibt, soll der Data Act das Teilen von Daten im europäischen Binnenmarkt befeuern und ihm auch im digitalen Raum die alltägliche Relevanz verschaffen, die er im Warenverkehr hat.
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