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Digitale Identitäten: Zusammen ist man weniger allein

Lesedauer: 7 Min.

Der Kreis der interministeriellen Arbeitsgruppe digitale Identitäten wächst: Nun machen auch das Justiz- (BMJ) sowie das Arbeits- und Sozialministerium (BMAS) mit, wie ein hochrangiger Beamter aus dem federführenden Innenressort (BMI) SZ Dossier sagte. Ende November sind die Ministerien auf Staatssekretärsebene erstmals beim Lenkungsausschuss zum Thema dabei. Kürzlich stieß bereits das Gesundheitsministerium (BMG) dazu. Neben dem BMI waren vorher schon das Kanzleramt, die Ressorts für Wirtschaft (BMWK) und Finanzen (BMF) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dabei.

Digitale Identitäten sind eines der Hebelprojekte der Bundesregierung, also der besonders wichtigen Vorhaben aus der Digitalstrategie. Denn: Ohne digitale Authentifizierungsverfahren läuft in der Online-Welt nichts – egal ob bei klassischen Verwaltungsservices, Gesundheitsleistungen oder in anderen Bereichen. Dafür braucht — oder bräuchte — es künftig Koordinierung statt Ressortprinzip und Silodenken. Ein Reallabor dafür bietet bald der Gesundheitssektor. Die Krankenkassen müssen ihren Versicherten ab Januar 2024 nämlich eine Gesundheits-ID zur Verfügung stellen, mit der sie unter anderem digital Zugang zum E-Rezept und der elektronischen Patientenakte bekommen.

„Ich bin froh, dass das BMG in das Projekt digitale Identitäten eingestiegen ist“, sagte Bundes-CIO Markus Richter SZ Dossier. Der Grund der Freude: Der elektronische Personalausweis, der in die Zuständigkeit des BMI fällt, wo Richter Staatssekretär ist, wird künftig stärker im Gesundheitsbereich genutzt. Sprich: Versicherte können neben der elektronischen Gesundheitskarte (plus PIN) alternativ auch den Perso (plus PIN) verwenden, wenn sie sich digital ausweisen wollen. Grundsätzlich könne es unterschiedliche Lösungen für verschiedene Sektoren geben, so Richter. „Wichtig ist aber, dass am Ende alles zusammenpasst und interoperabel gestaltet ist. Deswegen koordinieren wir uns jetzt stärker.“

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