Tiefgang
„Die Registermodernisierung ist eine Großbaustelle“
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Sie ist das wahrscheinlich größte Reformprojekt der deutschen Verwaltung seit Jahrzehnten: die Registermodernisierung. Sie soll die veraltete Registerlandschaft von Bund, Ländern und Kommunen vernetzen – damit behördenübergreifend die Daten laufen und nicht die Bürger, wie es sich Altkanzler Gerd Schröder vor mehr als 20 Jahren schon gewünscht hat. Doch viel wird zu dem Vorhaben nicht kommuniziert. Und einige Fragen sind generell noch offen. SZ Dossier hat mit den zentralen Akteuren gesprochen.
„Die Registermodernisierung ist eine Großbaustelle“, sagte Lutz Goebel, Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrats (NKR), so etwas wie der oberste Wächter über Bürokratieabbau und Digitalisierung in Deutschland, SZ Dossier. Konkret geht es darum, hunderte Register nicht nur zu vernetzen, sondern sie so zu modernisieren, dass sie überhaupt vernetzt werden können.
Das Ziel: die Umsetzung des sogenannten Once-Only-Prinzips. Dabei geht es darum, dass Bürger und Unternehmen nicht ständig ihre Daten neu bei Verwaltungsanträgen angeben müssen, obwohl sie dort längst vorliegen. Die Idee: Behörden holen sich benötigte Daten von anderen Behörden, zum Beispiel Nachweise wie Geburtsurkunden oder die Wohnadresse.
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