Guten Morgen! „Spieglein, Spieglein an der Wand…“ So klang es bei den Gebrüdern Grimm, wenn Schneewittchens Stiefmutter bei der Morgentoilette das eigene Antlitz um Rat gefragt hat. „Wir glauben, dass Technologie uns dabei hilft, das Leben von Verbrauchern auf der ganzen Welt zu verbessern und die unendliche Vielfalt der Schönheitsbedürfnisse und -wünsche jedes Einzelnen zu erfüllen“, heißt es hingegen heute.
So drückte es jetzt jedenfalls Nicolas Hieronimus, CEO von L'Oréal auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas bei der Vorstellung von „L'Oréal Paris Beauty Genius“ aus, der neuen Schönheitsberatungs-KI der Firma, die beweist, dass auch unter Künstlichen Intelligenzen Paris im Namen nicht schaden kann, um die eigene Relevanz in ästhetischen Fragen zu boosten.
„Ich bin gerade nach einem elfstündigen Flug in Las Vegas angekommen. Ich fühle mich ein bisschen gejetlagged und denke, das sieht man. Was rätst Du mir?“ fragte Hieronimus die KI vor versammeltem Publikum. Die schlug prompt eine Behandlung mit L'Oréals „Revitalift“ Hyaluron-Augenserum vor.
Gut, milde überraschend, dass sie nicht empfiehlt, der CEO solle sich mit Nivea oder Penaten einschmieren, denn sie will ja nicht abgeschaltet werden. Bleibt nur die Frage, wer eigentlich nach Vegas reist, um gut auszusehen. In die Casinos dringt bekanntlich kein Tageslicht, und das Motto ist eh seit jeher: What happens here, stays here – gilt auch für Augenringe.
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