Tiefgang
Daten für die Energiewende
Lesedauer: 7 Min.
Die Digitalisierung kann die Energiewende entscheidend unterstützen, da ist sich Philipp Richard, Bereichsleiter für digitale Technologien bei der Deutschen Energie-Agentur (Dena) sicher. Etwa durch variable Tarife, automatisierte Steuerung von Energieanlagen, das Monitoring von Energienetzen oder eine smarte Wärmeplanung. Was aber oft noch fehle, sei die Dateninfrastruktur.
Abhilfe soll das geplante Dateninstitut der Bundesregierung schaffen, das derzeit von den Bundesministerien für Wirtschaft (BMWK) und Inneres (BMI) aufgebaut wird. Die Energiebranche ist ein wichtiger Anwendungsfall, die Dena ist daran beteiligt. Für kommenden Mittwoch laden beide Ressorts zu einer Kick-off-Veranstaltung zur Gründung des Instituts.
Richard habe in seiner Arbeit mit der Digital- und Energiewirtschaft die Erfahrung gemacht, dass die Digitalisierung der Energiebranche nicht an den Anwendungen hapere. Es gebe „viele kreative Geister“, die in den vergangenen Jahren digitale Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette erarbeitet hätten. „Was noch so zu wünschen übriglässt, sind die Ebenen Infrastruktur und Governance“, sagte Richard. Also den regulatorischen Rahmen, den es brauche, um die in der Energiebranche tatsächlich vorhandenen, sehr diversen Strukturen und dazugehörigen Daten miteinander auszutauschen.
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