Tiefgang
Cyberspionage aus Fernost
Lesedauer: 4 Min.
Wenn Mitarbeitende großer deutscher Unternehmen auf Dienstreise nach China geschickt werden, gilt es sicherheitstechnisch mittlerweile einiges zu beachten. Ratsam sei etwa, nicht das IT-Equipment mitzunehmen, das man im Alltag nutzt, sondern lieber eigene Geräte, die nicht mit dem Heimatnetz verbunden sind, erklärte Günther Schotten, Geschäftsführer der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft (ASW Bundesverband), gestern bei einer gemeinsamen Sicherheitstagung mit dem Bundesverfassungsschutz (BfV).
Denn die Sorge vor chinesischer Spionage ist groß. Unter dem Titel „Chinas Streben in der Welt: Auswirkungen auf die Sicherheit deutscher Unternehmen und die Politik“ diskutierten die Teilnehmenden der Sicherheitstagung auch über Cyberangriffe. So sagte dort BfV-Vizepräsident Sinan Selen, man sehe zunehmend Spionageversuche autoritärer Staaten, „in der Realwelt wie im virtuellen Raum“.
Unternehmen müssten sich der Risiken bewusst sein, die bei Investitionen und Projekten in solchen Ländern bestehen. „Rechtsstaatliches Handeln darf dort nicht vorausgesetzt werden.“ Die Sorge um den Schutz geistigen Eigentums, die Vertraulichkeit von Unternehmensdaten und die Sicherheit von Geschäftsbeziehungen wachse, so Selen.
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