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Digitalwende-Briefing

Cyberspionage aus Fernost

Lesedauer: 17 Min.

Guten Morgen. „Tech-Talente nach Frankfurt zu locken, ist nahezu unmöglich.“ Diese Ohrfeige hat die Bankenmetropole am Main auf der diesjährigen Fintech Berlin mitbekommen, der Branchenkonferenz, auf der ich mich seit gestern für Sie im Getümmel umtue. In Frankfurt trage man noch überwiegend Anzüge, teilweise sogar mit Krawatte, hörte das erstaunte Publikum des Panels „Berlin – the city of techno & innovation“.

Techno, apropos, sowie das weltberühmte Nachtleben der Hauptstadt seien nicht zu unterschätzende Faktoren in Berlins Attraktivität als Fintech-Standort. Vielleicht gab also auch der offenbar brancheneigene Hang zu Tanz- und Feierwut Anlass zur Entscheidung, gleich drei DJs einzuladen, die nicht erst gegen Abend für die richtige Untermalung beim Networking sorgen sollten.

Berlin tut sich zwar leichter, mal den Schlips abzulegen als Frankfurt, geschenkt, aber alles sei auch nicht rosig. „Die Infrastruktur ist absolut schrecklich“, sagte etwa Carolin Gabor, Mitgründerin der Venture-Capital-Firma Caesar. „Business-Reisen sind auch schrecklich, denn ja, wir haben einen Flughafen, aber man kann nirgends direkt hinfliegen.“

Trotz des ungeliebten BER haben es auch Gäste aus Übersee auf die Veranstaltung geschafft, die in Gänze auf Englisch abgehalten wurde. Darunter auch Maik Taro Wehmeyer, Gründer des Berliner KI-Fintechs Taktile. „Ich habe die Firma in Deutschland gegründet, und jetzt betreiben wir sie aus New York“, sagte Wehmeyer, der dennoch den AI Act verteidigte – doch dazu unten mehr.

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