Tiefgang
Brückentechnologie Digitaler Zwilling
Lesedauer: 6 Min.
Verkehrs- und Digitalminister Volker Wissing (FDP) wird heute ein Reallabor für Digitale Zwillinge eröffnen, virtuelle Abbildungen der physischen Welt. Die Technologie könne dabei helfen, „besser, effizienter und zielgerichteter zu planen, zu sanieren und zu erhalten“, sagte Wissing SZ Dossier. „Das gilt besonders für unsere Brücken, von denen viele modernisierungs- oder erneuerungsbedürftig sind.“
Ohne die Technologie wird künftig weder in Bau noch Verwaltung gearbeitet werden können. Das gilt für Stadtplanung, Tief- und Hochbau. Das BMDV will in seinem Reallabor den Fokus auf den Verkehrsbereich legen, auf die Sorge um bestehende Infrastruktur: „In der Vergangenheit wurde zu wenig getan, um unsere Straßen, Schienen und Brücken zu erhalten“, sagte Wissing und fügte so dem üblichen Vorwurf der mangelnden Fortune an seine Vorgänger noch den des Denkens bis bloß zur nächsten Wahl hinzu.
Nun also alles digital und besser: „Über Sensoren, die am Bauwerk installiert sind, bekommt das virtuelle Modell Echtzeitdaten zu Zustand und Verhalten“, sagte Wissing. Hinzu kämen die Daten aus der regelmäßigen Bauwerksprüfung und -diagnostik. „Durch das digitale Zusammenspiel dieser Informationen kann schnell erkannt werden, wie stark die Belastung ist, an welchen Stellen Schäden drohen und wo rechtzeitig instandgesetzt werden muss.“ Das Verhalten der Brücke könne durch das digitale Modell quasi vorhergesagt werden.
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