Guten Morgen! Amazons Logistiksparte muss in Frankreich 32 Millionen Euro Strafe zahlen. Das teilte die französische Datenschutzbehörde CNIL, die sich gewisse Überwachungspraktiken des Tech-Riesen angeschaut hat, gestern mit. Amazon habe Lagerarbeiterinnen und -arbeiter „bis auf die Sekunde“ überwacht, und diese so unter ständigen Druck gesetzt. Das hierfür genutzte System sei illegal.
Aber wenn es um Arbeitsschutz geht, wieso mischt sich dann die Datenschutzbehörde ein? Weil „Angestellte sich möglicherweise jederzeit dafür rechtfertigen müssen, dass sie ihre Arbeit unterbrechen, auch wenn es sich nur um eine sehr kurze Zeit handelt“, schrieb die CNIL. „In dieser Form wird die Verarbeitung [der Daten] als übermäßig einschneidend angesehen.“
Nicht allerdings aus Sicht von Amazon. „Wir sind mit den Schlussfolgerungen der CNIL, die sachlich nicht korrekt sind, überhaupt nicht einverstanden und behalten uns das Recht vor, Berufung einzulegen“, teilte der Konzern mit. Immerhin: Die Zeit, bevor der „idle time metric“ Alarm schlägt und Müßiggang meldet, wird von zehn auf 30 Minuten erhöht.
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