Tiefgang
Bayerns grünstes Rechenzentrum: Gurken aus Gigabits
Lesedauer: 8 Min.
Wenn der bayerische Staatsminister für Digitales Fabian Mehring (Freie Wähler) von den Plänen für ein neues Rechenzentrum auf dem Campus der Uni Passau spricht, überschlagen sich die Anglizismen und Superlative schon einmal. Ein „Best Practice“, einen „echten Gamechanger“ und einen „Leuchtturm“ habe man mit dem „Bavarian Green Data Center“ vor. Momentan steckt das Projekt noch mitten in der Planungsphase, der Spatenstich ist für kommendes Jahr vorgesehen, 2026 soll das idealerweise klimapositive Rechenzentrum „Gurken aus Gigabits“ produzieren.
Was genau ist geplant? Das grüne Rechenzentrum soll im Grunde aus zwei Teilen bestehen: einem Serverbereich („Data Cube“), der in Containerbauweise vorproduziert wird und erweiterbar sein soll und ein angeschlossenes Gewächshaus („Gardening Bereich“), das mit der Abwärme der Server beheizt wird.
Kein einfaches Vorhaben finden diejenigen, die es umsetzen sollen: „Es ist sehr komplex, ein klimaneutrales Rechenzentrum und einen Gardening Bereich zu planen“, sagte Harald Kosch SZ Dossier. Er ist Vizepräsident für Akademische Infrastruktur und IT an der Uni Passau. „Das hat viele Komponenten: Die Designkomponente, also wie der Data Cube gestaltet wird und die Baukomponente“, sagte Kosch. Dabei sei es nicht zu unterschätzen, das Ganze in die bereits bestehende Infrastruktur des Campus einzubetten, unter anderem müssen neue Kalt- und Warmwasserverteilersysteme integriert werden.
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