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Digitalwende-Briefing

Green IT: Gurken aus Gigabits

Lesedauer: 18 Min.

Guten Morgen! Der KI-Chatbot als Freund und Helfer? Nicht beim Paketzusteller DPD. Ein X-Nutzer machte vergangene Woche öffentlich, wie er einen Bot der Firma dazu brachte, zu schimpfen und ein beleidigendes Haiku über das Unternehmen zu schreiben. Unter anderem nannte er DPD das „schlechteste Zustellunternehmen der Welt“. Teile des Bots seien mittlerweile deaktiviert, teilte das Unternehmen mit. Die KI-Rebellion im Hause DPD muss also noch warten.

Beim ChatGPT-Betreiber OpenAI wurden indes nicht Teile des Codes gesperrt, sondern erstmals ein Konto von Entwicklern, die mithilfe der Technologie des Unternehmens in politische Kampagnen eingriffen, wie die „Washington Post“ berichtete. Konkret geht es um die beiden Silicon-Valley-Unternehmer Matt Krisiloff und Jed Somers. Sie haben demnach einen Bot entwickelt, der den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Dean Phillips imitiert – den „Dean.Bot“. Wohl nur der erste Fall auf einer künftig langen Liste.

Von KI im Bürgerkontakt ist die deutsche Verwaltung noch weit entfernt. Da muss erst noch das Frontend im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) digitalisiert werden. Die schleppend laufende Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland war eines der Themen einer Spezialausgabe der Heute-Show am Freitag. „Wir haben die ersten Leistungen digital“, sagte dort Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zum OZG, dessen Frist für eine flächendeckend digitale Verwaltung eigentlich Ende 2022 ablief. Da waren aber nur vier Prozent der Anträge digitalisiert, wie der Bundesrechnungshof kritisierte. Faesers Fazit: „Läuft allmählich.“ Na dann.

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