Kritik an den Gesundheitsdigitalgesetzen wird lauter
Von Miriam Dahlinger, Matthias Punz und Laurenz Gehrke
Möchten Sie in unseren Produkten und Services Anzeigen inserieren oder verwalten?
Anzeige inserierenMöchten Sie unsere Texte nachdrucken, vervielfältigen oder öffentlich zugänglich machen?
Nutzungsrechte erwerbenMeldung
Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Von Miriam Dahlinger, Matthias Punz und Laurenz Gehrke
Im Bundestag findet heute die erste Lesung zu den Änderungen beim Ausländerzentralregister (AZR) statt. Das sogenannte Gesetz zur Anpassung von Datenübermittlungsvorschriften im Ausländer- und Sozialrecht weitet automatisierte Zugriffsrechte von Behörden auf das Ausländerzentralregister aus, was die Zivilgesellschaft seit Wochen erzürnt (SZ Dossier berichtete), weil so im Ausländerbereich entsteht, was bei deutschen Bürgern vermieden werden will: ein riesiges Register mit Millionen von Daten, die zentral abgelegt sind. Gleichzeitig könnten durch stärker automatisierte Prozesse die Ausländerbehörden in den Kommunen entlastet werden, argumentieren das Bundesinnenministerium (BMI) und der Städte- und Gemeindebund im Gespräch mit SZ Dossier.
Wozu das Ganze? „Durch eine stärkere Digitalisierung soll derzeit noch massenhaft stattfindender Schriftverkehr zwischen den Behörden in der Migrationsverwaltung vermieden werden“, sagte eine Sprecherin des BMI. Derzeit müssten Ausländerbehörden bei jedem einzelnen Antrag auf Erteilung oder Verlängerung von aufenthaltsrechtlichen Erlaubnissen „sämtliche in Betracht kommenden Sozialleistungsbehörden“ abfragen, um zu erfahren, ob der Antragsteller in der Vergangenheit Sozialleistungen bezogen hat. „Wenn die Bezugszeiträume von Sozialleistungen künftig im AZR für die Ausländerbehörden zugänglich sind, entfallen diese Abfragen“, sagte die Sprecherin.
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Cornelia Schwarzmüller
089 2183 8825Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.