Meldung
Fehlende Volltextsuche bei der elektronischen Patientenakte?
Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Anfang 2025 soll die elektronische Patientenakte (ePA) für alle eingeführt werden. So sieht es das kürzlich verabschiedete Gesetz zur „Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens“ vor. Um die elektronische Patientenakte besser nutzbar zu machen, etwa durch eine Volltextsuche für Ärztinnen und Patienten, sollte die Architektur modernisiert werden. Insbesondere Stimmen aus der Zivilgesellschaft befürchteten aber, dass die Anpassung der Architektur zulasten der Sicherheit umgesetzt werden könnte. So wird es künftig keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mehr geben. Ende Januar hat die Gematik schließlich die Spezifikationen für die Umstellung der ePA im Zustimmungsverfahren (Opt-In) auf die ePA im Widerspruchsverfahren (Opt-Out) vorgelegt. Die Kritik ist damit aber noch nicht ausgeräumt.
Kritik aus der Zivilgesellschaft: Dass die Volltextsuche jetzt zu Beginn aber gar nicht funktionieren wird, sei ein Hinweis auf ein „unsicheres Konzept ohne klares Zielbild, mit schlechter Durchsetzung – trotz gesetzlicher Turbodigitalisierung durch die Digitalgesetze“, sagte Bianca Kastl, Vorsitzende des Innovationsverbunds öffentliche Gesundheit, SZ Dossier. Aus ihrer Sicht sei nicht nachvollziehbar, welchen Mehrwert die Abschaffung der bestehenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ohne die Suchfunktion für Patientinnen und Patienten und Leistungserbringende, also etwa Krankenhäuser und niedergelassene Ärztinnen, habe.
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Cornelia Schwarzmüller
089 2183 8825Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.