Microsoft und die deutsche Industrie
Von Matthias Punz, Miriam Dahlinger, Selina Bettendorf, Laurenz Gehrke und Gabriel Rinaldi
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Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Von Matthias Punz, Miriam Dahlinger, Selina Bettendorf, Laurenz Gehrke und Gabriel Rinaldi
Im großen Wahljahr 2024 steht KI oft im Fokus, wenn es um Sorgen geht, dass Wählerinnen und Wähler mit falschen Informationen bombardiert und so in ihrer Wahlentscheidung beeinflusst werden. Aber kann KI auch helfen, Lügen zu entlarven? Ja, sagt Elizaveta Kuznetsova, Research Lead am Weizenbaum Institut. „Konkret haben wir in einer Studie verglichen, wie zwei berühmte Chatbots, ChatGPT und Microsoft Copilot, mit der Identifizierung bereits bekannter Falschinformationen umgehen“, sagte Kuznetsova SZ Dossier. Die Ergebnisse hätten gezeigt, „dass der Einsatz dieser Technologien zur Erkennung von Falschinformationen tatsächlich vielversprechend ist“, sagte sie.
Gut, aber fehleranfällig: Insbesondere Large Language Models seien bis zu einem gewissen Grad in der Lage, verborgene Bedeutungen zu erfassen und konspirative Inhalte recht zuverlässig zu erkennen, sagte Kuznetsova, die die Ergebnisse heute Nachmittag im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorstellt. „Wir wissen jedoch noch nicht, wie zuverlässig diese Technologie bei großen Informationsmengen und bei Behauptungen, die noch nicht entkräftet wurden, sein wird. Höchstwahrscheinlich wird sie fehleranfällig sein, vor allem, wenn es um weniger populäre Themen und weniger populäre Sprachen geht“, sagte sie. Denn man sehe bereits, dass Chatbots auf Englisch viel besser und in sogenannten ressourcenarmen Sprachen wie Ukrainisch wesentlich schlechter abschneiden. Trotzdem glaube sie, „dass diese Technologie in Verbindung mit traditionellen Methoden zur Bekämpfung von Online-Desinformation wirksam eingesetzt werden kann“.
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Cornelia Schwarzmüller
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