Green IT: Gurken aus Gigabits
Von Miriam Dahlinger, Matthias Punz und Laurenz Gehrke
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Diese Meldung stammt aus dem folgenden Briefing des Dossiers Digitalwende:
Von Miriam Dahlinger, Matthias Punz und Laurenz Gehrke
In der Debatte um die Erderwärmung und die Klimakrise kommt es seit Jahren zu Desinformationskampagnen auf den großen Plattformen. Falschinformationen werden bewusst verbreitet, um Diskurse zu beeinflussen. Zuletzt konnte dies verstärkt rund um die UN-Klimakonferenz in Dubai beobachtet werden. „Desinformation ist zwar ein Problem an sich, doch ist es auch ein Phänomen“, sagte Katja Jäger, Geschäftsführerin des Betterplace Lab, ein gemeinwohlorientierter Thinktank, der sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt und unter anderem für das Kompetenznetzwerk Hass im Netz eine Studie erstellte. Denn es gebe tieferliegende Gründe, warum Desinformation verfange: wie der Verlust des Vertrauens in staatliche Institutionen oder wachsende Ungleichheit. Deshalb brauche es umfassende Antworten, das Ganze sei kein rein technisches Problem.
Info gegen Desinfo? Viele Aktivistinnen und zivilgesellschaftliche Akteure neigten dazu, rein mit Informationen auf emotional vorgetragene Desinformation zu antworten, sagte Jäger. In einem Online-Workshop zum Thema Desinformation und Klima hätte sie etwa einen Teilnehmer gehabt, der die Schädlichkeit von Dieselmotoren infrage stellte. „Obwohl wir just besprochen hatten, dass der Nichtglaube an Klimawandel in gesellschaftlichen Ängsten begründet liegt, war eine Teilnehmerin dabei, die den Zoom-Chat mit Artikeln vollballerte, der Dieselmotoren als schädlich bezeichnete.“ Das stimme solche Personen aber nicht um, sagte Jäger. Online wie analog: Man müsse sich auf das Gegenüber wirklich einlassen. Erst als sich der Mann wirklich ernst genommen fühlte, entstand eine fruchtbare Diskussion.
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Cornelia Schwarzmüller
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