Gastbeitrag
Venezuela und Grönland: Mehr Schein als Sein
Lesedauer: 4 Min.

Cathryn Clüver Ashbrook
Senior Advisor bei der Bertelsmann-Stiftung
Cathryn Clüver Ashbrook ist deutsch-amerikanische Politikwissenschaftlerin und Senior Advisor bei der Bertelsmann-Stiftung. Sie forscht zu Wirtschaftssicherheit. Früher einmal war sie Korrespondentin bei CNN, es folgten Stationen bei Roland Berger und an der Harvard Kennedy School. Später wurde sie Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Kürzlich ist ihr neues Buch erschienen: Der amerikanische Weckruf. 250 Jahre US-Demokratie – und ein Jahr Trump-Präsidentschaft, die sie systematisch demontiert.
In einem Wahljahr, dessen Ausgang er steuern muss, weil er Kernwahlversprechen nicht eingelöst hat und seine Wähler das nicht goutieren, bleibt Präsident Donald Trump nur die Flucht nach vorn. Er braucht seine finanzstarken Unterstützer mehr als je zuvor – da kann er einiges versprechen – und das geht am einfachsten mit Langzeit-Gewinnen, die er gar nicht mehr steuern können wird.
Seine loyalen Berater beschreiben dem Kaiser seine Kleider – seine territorialen Ambitionen – gerne in den schönsten Farben. Die wirtschaftliche Realität ist eine andere. Das ließ sich zuletzt an dem Griff nach Venezuela und Grönland beobachten. Für den durchschnittlichen Amerikaner und sogar für die Interessen der USA haben beide Schritte wenig Sinn. Aber Hauptsache, die Multimilliardäre sind zufrieden – Weltordnung zweitrangig.
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