Die Lage. Na, geht doch: 19 Jahre nach den ersten Gesprächen – und nach einer mehr als achtjährigen Unterbrechung in den Verhandlungen – haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Indiens Premierminister Narendra Modi beim EU-Indien-Gipfel in Delhi ein Handelsabkommen unterschrieben.
Viele Details bergen zwar Streitpotenzial. Zudem müssen der EU-Rat und das Europäische Parlament noch zustimmen. Es wird also noch einige Monate dauern, bevor die Erleichterungen wirksam werden. Doch ein Anfang ist gemacht.
Besonders die deutsche Autoindustrie wird profitieren: Indien senkt Zölle auf EU-Fahrzeuge schrittweise von bis zu 110 auf 10 Prozent und schafft sie für Autoteile vollständig ab. Ebenso entfallen Zölle von bis zu 44 Prozent auf Maschinen, 22 Prozent auf Chemikalien und 11 Prozent auf Pharmazeutika.
Das müssen Sie heute wissen: Trumps erratische Zollpolitik, die auch Indien hart trifft, hat die Verhandlungen erheblich vereinfacht. Die EU findet langsam zu einer Diversifizierungsstrategie.
Das kann aber nur der Anfang sein. Um technologisch unabhängiger von China und den USA zu werden, braucht es aber sehr viel mehr als ein Handelsabkommen mit Indien. Südkorea, Taiwan, Israel, Südafrika sowie die Länder Südostasiens bieten vielversprechende Technologien, die Europas Wirtschaft stärken könnten.
Willkommen in der Geoökonomie!
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Nico Kreuzpointner
+49 151 20 64 94 90Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.

