Gastbeitrag
Europas kurzsichtige Nabelschau auf der Münchner Sicherheitskonferenz
Lesedauer: 5 Min.
Klaus Mühlhahn
Professor für Sinologie an der FU Berlin
Klaus Mühlhahn ist Professor für chinesische Geschichte und Kultur an der Freien Universität Berlin. Von 2020 bis 2025 war er Präsident der Zeppelin-Universität Friedrichshafen. Zuletzt erschien von ihm die aktualisierte Auflage des Buchs: Geschichte des modernen China: Von der Qing-Dynastie bis zur Gegenwart bei C.H.Beck.
Bundeskanzler Merz hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine wichtige und in weiten Teilen richtige Rede gehalten. Doch sein strategischer Kompass zeigt fast ausschließlich nach Westen. Das ist ein Fehler, der Deutschlands und Europas Zukunftspläne fragwürdig macht.
Die Diagnose war schonungslos und überfällig. Als Bundeskanzler Friedrich Merz die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz eröffnete, sprach er von einer internationalen Ordnung, die „so nicht mehr“ existiere, von einem beendeten „Urlaub von der Weltgeschichte“ für Europa und von der Rückkehr der Großmachtpolitik. Er legte ein ambitioniertes Vier-Punkte-Programm vor: militärische, politische und wirtschaftliche Stärkung, ein souveränes Europa als handlungsfähiger Pfeiler der Nato, eine neu zu begründende transatlantische Partnerschaft und ein Netz globaler Partnerschaften.
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