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Gastbeitrag

Die verdeckte Arbeit hinter der KI muss stärker reguliert werden

Lesedauer: 5 Min.

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Milagros Miceli

Wissenschaftlerin am Weizenbaum-Institut

Milagros Miceli ist Soziologin und Informatikerin. Sie forscht am Weizenbaum-Institut zu Datenarbeit und den Machtverhältnissen hinter Künstlicher Intelligenz und leitet dort die Forschungsgruppe „Daten, algorithmische Systeme und Ethik“.

Künstliche Intelligenz ist nicht so automatisch, wie sie erscheint. Ohne Menschen, die Daten erzeugen, sortieren, bewerten und kontrollieren, würde sie nicht funktionieren. Die eigentliche Regulierungsfrage lautet daher: Unter welchen Bedingungen wird diese Arbeit geleistet?

Gerade in Europa zeigt sich, dass eine reine Plattformperspektive zu kurz greift. Datenarbeit ist hier längst Teil eines breiteren digitalen Arbeitsmarkts, der über ausgelagerte Dienstleistungsstrukturen organisiert wird. Erkenntnisse aus Europa, darunter Deutschland, zeigen, dass prekäre Beschäftigung, hohe Kontrolle und unklare Zuständigkeiten nicht auf entfernte Regionen beschränkt sind, sondern auch im europäischen Binnenmarkt vorkommen.

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