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China verspricht Gleichbehandlung – aber mit wem?

Lesedauer: 6 Min.

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Marina Rudyak

Kreml- und Zhongnanhai-Watcherin

Die Sinologin Marina Rudyak forscht an der Universität Heidelberg zur geopolitischen Rolle Chinas mit Fokus auf dem globalen Süden. Sie ist Mitbegründerin des Decoding-China-Dictionary, das den Sprachgebrauch der Kommunistischen Partei aufschlüsselt. Rudyak wurde in Moskau geboren.

In Peking fand vom 22. bis 23. März das China Development Forum statt, ein jährliches Treffen, zu dem Chinas Führung die internationale Wirtschaftselite lädt. Im Anschluss daran feierten die internationalen Schlagzeilen, dass Chinas Premierminister Li Qiang in seiner Rede ausländischen Unternehmen einen besseren Marktzugang und Gleichbehandlung versprach. Heißt das etwa, dass die chinesische Regierung nun endlich ungleiche Wettbewerbsbedingungen, Marktzugangsbeschränkungen und Handelsungleichgewichte anerkennt?

Nicht ganz, wie der Blick in den offiziellen Bericht zu Li Qiangs Rede auf der Titelseite der People’s Daily vom 23. März zeigt.

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