Gastbeitrag
China geht in die Offensive – die EU muss sich wehren
Lesedauer: 4 Min.
Michael Laha
Senior Research Fellow, Zentrum für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)
Michael Laha ist seit November 2024 Senior Research Fellow im Zentrum für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie der DGAP und beschäftigt sich mit der Technologiepolitik Chinas. Zudem ist er Sachverständiger in der China-Kommission „Kommission zur Überprüfung der sicherheitsrelevanten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China“.
Derzeit wird in Brüssel ein wichtiges Gesetzesvorhaben diskutiert, das der chinesischen Regierung überhaupt nicht gefällt. Der Industrial Accelerator Act (IAA) soll chinesische Produzenten aus dem europäischen öffentlichen Beschaffungsmarkt in Greentech-Industrien wie zum Beispiel Batterien und Solaranlagen ausschließen. Ziel ist es, europäische Industrien zu schützen und technologische Souveränität zu erreichen. Dagegen startet Peking nun einen Angriff.
In einer Stellungnahme des chinesischen Handelsministeriums droht man der EU mit Gegenmaßnahmen, sollten die „Made in Europe“-Klauseln aus dem IAA nicht gestrichen werden. Peking argumentiert, diese Klauseln verstießen gegen WTO-Regeln. Das ist bemerkenswert, denn die Europäer haben sich diese Idee nicht selbst ausgedacht, sondern vielmehr abgeschaut – von China.
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Nico Kreuzpointner
+49 151 20 64 94 90Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.