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Geoökonomie-Briefing

Wärmepumpen aus China bedrohen Heizungsbranche

Lesedauer: 15 Min.

Die Lage. Früher als gedacht spüren die Deutschen die Folgen des Iran-Krieges – und heftiger als erwartet. Vor allem durch explodierende Ölpreise ist die Inflation im März nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren gestiegen. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Februar, also vor Kriegsbeginn, lag die Teuerungsrate noch bei 1,9 Prozent.

In Bayern etwa kletterte der Heizölpreis um 44,8 Prozent gegenüber März 2025, Benzin und Diesel wurden rund 20 Prozent teurer. Und das ist erst der Anfang: Zeitverzögert werden auch andere Preise anziehen. Gas dürfte sich vervielfachen, Nahrungsmittel verteuern sich durch knappen Dünger, steigende Transportkosten wirken sich branchenweit aus. Ökonomen prognostizieren für die kommenden Monate eine Inflation über drei Prozent – bei Eskalation sind vier Prozent möglich.

Das müssen Sie heute wissen: Für Verbraucher in Industrieländern bedeutet das Kaufkraftverlust. Im Globalen Süden geht es ums Überleben. Indien war vor dem Krieg zweitgrößter Importeur von Flüssiggas - ohne Gas können die Menschen nicht mal heißes Wasser kochen. Knapp die Hälfte der globalen Exporte der Dünger-Grundsubstanz Harnstoff kommen aus dem Nahen Osten. Bleiben Lieferungen aus, gehen die Erträge aus der Landwirtschaft drastisch zurück, und in besonders armen Ländern droht Hunger.

Willkommen in der Geoökonomie!

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