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Geoökonomie-Briefing

Südkoreas Digital-Alternativen zu US-Diensten

Lesedauer: 16 Min.

Die Lage. Die Telekom ist stolz darauf, mit Nvidia zusammen in München ihre KI-Fabrik eröffnet zu haben. Ein wichtiger Schritt zu mehr Resilienz. Südkorea ist damit allerdings schon weiter.

Anders als Europa verfügt das technikfreudige ostasiatische Land über ein ganzes Ökosystem von Alternativen zu US-Anbietern, wie der heutige Tiefgang zeigt. Der Cloud-Dienst Naver macht US-unabhängige Rechenzentren nun sogar zum Exportmodell und expandiert nach Südostasien und in den Nahen Osten.

Das müssen Sie heute wissen: Im nicht endenden Zollstreit der USA mit dem Rest der Welt zeichnet sich eine Phase relativer Ruhe ab. Der Handelsausschuss des EU-Parlaments erklärte sich am Mittwoch bereit, eine Abstimmung über das Abkommen von Schottland wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Die Abgeordneten hatten es aus Zorn über Trumps Griff nach Grönland eingefroren.

Trump wiederum telefonierte am Mittwoch mit Xi Jinping und veröffentlichte danach einen euphorischen Post: Die Beziehungen zu China seien „extrem gut”, wichtige Fragen wie Lieferungen von Sojabohnen seien geklärt. Im April will Trump nach China reisen. Und er braucht China für viele seiner Ziele.

Auf fast allen Politikfeldern nennt Trump indessen China weiterhin den Hauptrivalen der USA: beim Schutz der Arktis und der eigenen Vormachtstellung im Pazifik, dem Handel, militärisch. Und bei der Beschaffung von Rohstoffen, denen aktuell seine Obsession gilt. Hierzu fand in Washington am Mittwoch ein eigener Gipfel statt, der Chinas Dominanz knacken soll.

Willkommen in der Geoökonomie!

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