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Digitalwende-Briefing

Australien zieht erste Lehren aus dem Social-Media-Verbot

Lesedauer: 15 Min.

Guten Morgen. Pünktlich vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft der Herren diese Woche hat O2 Telefónica mittels Umfrage herausgefunden, dass die meisten Fernsehzuschauer gar nicht ausschließlich den Fußball verfolgen, wenn sie vorm Fernseher sitzen. Nur 24 Prozent der Befragten gaben an, während der TV-Übertragung nichts nebenbei zu machen.

Fast die Hälfte gab an, während des Spiels Chatnachrichten zu lesen oder zu verschicken. Gut jeder Dritte ist der Umfrage zufolge auf Social Media unterwegs, etwa jeder Vierte telefoniert gar nebenbei oder verschickt Sprachnachrichten. Jeder Fünfte surft im Netz und jeder Sechste ist tatsächlich mit Onlineshopping beschäftigt.

Ähnliches hat man schon von Netflix und Co. gehört: dass das Publikum immer abgelenkt ist. Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass Streamingdienste deshalb ihre Autorinnen und Autoren anweisen, sich simple Plots für Filme und Serien auszudenken, damit man auch noch mitkommt, obwohl man mit einem Auge auf Tiktok rumscrollt.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Fußballer bei der WM diese Einstellung nicht zu Herzen nehmen und möglichst ereignislose Partien abliefern, um das Publikum nicht zu überfordern. Denn: Immerhin 24 Prozent scheinen ja mit großem Interesse zuzuschauen.

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