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Digitalwende-Briefing

AI Security Institute: Vorbild London

Lesedauer: 19 Min.

Guten Morgen. Dass eine Maschine nicht einfach menschliche Entscheidungen ersetzen sollte, gilt in vielen Bereichen. Im Sport bleibt diese Debatte heiß. So ist sie nun während der French Open neu aufgeflammt, weil eine Linienrichterin des Tennisturniers zuungunsten des Norwegers Casper Ruud entschied, der später die Partie verlor. Die Maschine hätte anders entschieden, wie sich später herausstellte.

Noch ein wenig später höhnte dann die FAZ in einer Überschrift: „Das gallische Dorf und seine vortrefflichen Linienrichter“, denn die Franzosen weigern sich, auf menschliche Linienrichter zu verzichten – anders als die drei anderen Grand-Slam-Turniere in Australien, den USA und dem Vereinigten Königreich. Richtig gelesen, sogar Wimbledon setzt seit vergangenem Jahr auf KI.

Doch wie man auch zu der Debatte steht: Was nicht geht, ist, die menschlichen Linienrichter aufgrund ihres Geschlechts zu diskriminieren – das sieht man auch in Paris so. Denn der Paraguayer Adolfo Daniel Vallejo hat einen handfesten Sexismus-Skandal ausgelöst, als er vor wenigen Tagen behauptete, seine Partie, in der er unterlag, hätte von einem Mann geleitet werden müssen.

„Die Kompetenz eines Schiedsrichters hängt nicht von seinem Geschlecht ab, sondern von seiner Professionalität und seiner Fähigkeit, Spiele auf höchstem Niveau zu leiten“, hieß es von den Organisatoren. Obendrein brummten sie Vallejo eine Strafe von 65.000 US-Dollar auf. Der hat sich inzwischen immerhin entschuldigt.

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