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Digitalwende-Briefing

KI-Omnibus: Industrie kritisiert Kompromiss

Lesedauer: 20 Min.

Guten Morgen. Der Gerichtsstreit zwischen Elon Musk und Sam Altman ist in vollem Gange und enttäuscht bisher nicht im Hinblick auf den schon im Vorfeld erwarteten Unterhaltungswert. Jetzt hat die Aussage der kanadischen Risikokapitalgeberin Shivon Zilis, mit der Musk vier Kinder hat, enthüllt, dass er Altman einen Job bei Tesla angeboten hat, bevor die beiden ins Streiten kamen.

Weitere von Zilis’ Aussagen zeigen aus Sicht der Anwälte von Altman unterdessen, dass Musk bereit gewesen wäre, Open AI gewinnorientiert zu betreiben, sofern er die Kontrolle darüber erhalten hätte. Das wiederum würde Musks Hauptvorwurf an Altman entkräften, wonach letzterer die karitative Mission des Unternehmens verraten habe. Weitere Prozesstage stehen an.

Gleichzeitig hat Musk sich in einer anderen juristischen Angelegenheit bereit erklärt, eine Strafe von 1,5 Millionen US-Dollar zu zahlen, wie die Washington Post berichtete. Er soll beim Aufbau seiner Beteiligung an Twitter eine gesetzlich vorgeschriebene Meldefrist überschritten haben. Das hielt laut Börsenaufsicht den Aktienkurs niedrig und ermöglichte Musk günstigere Käufe.

Eine Strafe von 1,5 Millionen US-Dollar würde mich jetzt jäh in die Bredouille bringen. Aus Interesse habe ich einmal verglichen, was die Summe für Musk bedeutet, da er ja immerhin einen Reichtum von 800 Milliarden US-Dollar angehäuft hat. Da sind 1,5 Millionen so viel wie rund 19 Cent bei jemandem, der 100.000 Euro hat, was in etwa dem deutschen Medianvermögen entspricht. Das finde selbst ich noch zwischen den Sofakissen.

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