Guten Morgen. Etwa 35 Prozent der jüngeren Menschen mit Depression sprechen mit KI über ihre Erkrankung. Das zeigt eine gestern veröffentlichte repräsentative Befragung von 2500 Personen zwischen 16 und 39 Jahren der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention.
Als Hauptnutzungsmotiv gaben demnach mehr als die Hälfte der jüngeren Erkrankten an, „einfach mit jemandem über Probleme bezüglich der Depression sprechen zu wollen“. Jedoch gaben auch 46 Prozent an, sie hofften, damit ihre Erkrankung selbst in den Griff zu bekommen.
Davor warnte angesichts der Veröffentlichung Professor Ulrich Hegerl, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung. KI ersetze weder eine professionelle Diagnostik, noch stelle sie eine leitliniengerechte Behandlung dar, sagte Hegerl. Mögliche unerwünschte Folgen seien zudem kaum erforscht.
„Depression ist eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung“, betonte der Professor. Betroffene sollten sich daher unbedingt weiterhin an Hausärzte, Psychiater oder psychologische Psychotherapeuten wenden.
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Nico Kreuzpointner
+49 151 20 64 94 90Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.
