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Digitalwende-Briefing

IT-Ausgaben: Acht Milliarden für US-Konzerne

Lesedauer: 23 Min.

Guten Morgen. Wenn Sie, wie ich, Harry-Potter-Fan sind, kennen Sie vielleicht die Szene, in der der britische Premierminister angesichts der Verwüstung, die die bösen Magier anrichten, den Zaubereiminister Cornelius Fudge fragt, warum die Verbrecher nicht einfach mit Zauberei außer Gefecht gesetzt werden. The trouble is, the other side can do magic too, antwortet Fudge matt.

So verhält es sich auch mit KI, die Wunderbares und Schreckliches heraufbeschwören kann, wie gestern in Rom deutlich wurde, als Bundesbank-Präsident Joachim Nagel vor Anthropics neuem Modell „Mythos“ warnte. Das Modell soll so leistungsfähig sein, dass Anthropic selbst bei der Vorstellung schon die Risiken betonte (SZ Dossier berichtete).

„Dieses KI-Modell scheint sich als zweischneidiges Schwert zu erweisen, da es nicht nur zur Verbesserung digitaler Sicherheitssysteme, sondern auch zur Ausnutzung ihrer Schwachstellen für böswillige Zwecke eingesetzt werden kann“, warnte Nagel. Man müsse den Missbrauch der Technologie darum unbedingt verhindern.

Daran liegt nicht zuletzt der Bundesbank und dem gesamten Finanzsektor, da man mit Chaos im Zahlungsverkehr schlimmstenfalls den gesamten Weltbetrieb in vormoderne Zeiten katapultieren kann. Die Bankenbranche gilt dabei mit teilweise veralteten Technologiesystemen als besonders anfällig für KI-Angriffe, wie Reuters berichtete.

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