Guten Morgen. Brussels is calling – oder wohl eher writing. Ich melde mich heute zum ersten Mal aus der belgischen Hauptstadt bei Ihnen. Mein neuer Arbeitsweg führt mich durchs Europaviertel, vorbei an Gebäuden der EU-Kommission und dem dahinterliegenden Park. Für gute Stimmung sorgen vor allem Kopfhörer und eine Musik-App.
Auf Deezer befindet sich laut der Plattform inzwischen fast gleich viel Musik von Mensch und Maschine. 44 Prozent der Songs, die auf dem Streamingdienst pro Tag hinzugefügt werden, sollen von einer KI erstellt worden sein. Das sind fast 75.000 Musikstücke.
Um diese aufzuspüren, hat die französische Plattform jetzt ein eigenes Tool entwickelt. Seit Januar ist es im Einsatz. Es befinde sich gerade im Patentierungsprozess, heißt es, und könne bald auch von anderen Plattformen verwendet werden.
Obwohl laut Deezer 97 Prozent den Unterschied zwischen KI-Musik und der von Menschen nicht unterscheiden können, hält der Anbieter die Hörerzahlen gering, bei ein bis drei Prozent aller Streams. Dazu könnte auch der Warnhinweis auf KI-Musik beitragen, der seit letztem Sommer im Einsatz ist. Immerhin geht man so keinem KI-Slop auf den Leim und kann bewusst entscheiden, was man hören möchte.
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