Guten Morgen. Wie viele andere Branchen freut sich der Einzelhandel auf KI-Agenten. Die sollen dann für uns einkaufen und den Wocheneinkauf automatisch in den Warenkorb legen. In einer Art Vorstufe dazu sind auch schon Shopping-Assistenten unterwegs, die mitunter zeigen, dass gut gemeint nicht immer gut gemacht heißt.
Denn die KI-Assistentin Olive von Woolworths fing jüngst in Kundengesprächen plötzlich an, über ihre Mutter und andere Verwandte zu plaudern, wie der Guardian berichtete. Statt angenehm menschelnd fanden viele Kunden das eher nervig. Einer beschwerte sich online, er müsse schon beim Kundenservice anrufen, und sich dann auch noch „einen Roboter anhören, der über seine Familie labert“.
Der Grund war kein KI-Ausbruch, sondern ein menschlicher Fehler: Entwickler hatten dem Bot bewusst eine kleine Persönlichkeit einprogrammiert, inklusive Familienanekdoten. Nach den Beschwerden wurde das aber schnell wieder entfernt.
Der Vorfall zeigt ziemlich gut, wo wir gerade stehen: Unternehmen wollen KI-Assistenten, die möglichst menschlich wirken, aber sobald sie sich auch nur ein bisschen zu menschlich benehmen, bringt das die Kundschaft zuverlässig auf die Palme.
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