Guten Morgen. Oft ist die Rede von künstlicher Intelligenz in militärischen Settings. Bei der Innovation Night am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz sprach etwa Eric Schmidt davon, der Übergang zu autonomen und KI-gestützten Systemen entscheide über die Leistungsfähigkeit moderner Streitkräfte.
„Das ist die Zukunft des Krieges“, sagte Schmidt. Seine These: „Jeder erfolgreiche Kriegsplan wird im Kern auf KI basieren.“ Dabei geht es freilich nicht um Chatbots, sondern um komplexe Waffensysteme.
Trotzdem lohnt sich ein Blick darauf, wie sich Large Language Models (LLM) im Situation Room schlagen würden. In einer neuen Studie hat ein Strategieforscher am King’s College London 21 Planspiele mit 329 Zügen durchgeführt. In den Simulationen setzten die Modelle in 95 Prozent der Fälle am Ende taktische Atomwaffen ein. Kein Modell kam auf die Idee, vollständig zu kapitulieren.
Der Hang zur Eskalation liegt offenbar in der Logik der Modelle, die auf Zielerreichung optimieren. Entscheidend ist jedoch, wer diese Ziele definiert und wer im Ernstfall das letzte Wort behält.
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