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Digitalwende-Briefing

Elektronische Patientenakte: Zugang soll leichter werden

Lesedauer: 18 Min.

Guten Morgen. „Ich will jetzt gar nicht schwarzmalen“, schreibt Alexander Amon diese Woche im Standard, nur um kurz darauf – wie sollte es anders sein – seinen Vorsatz zu vergessen. Denn in seiner Kolumne geht es darum, weshalb wir uns „eigentlich so proaktiv mit KI abschaffen“ sollten, wie wir es aus seiner Sicht im Begriff sind zu tun.

Gegenstand der belastenden Betrachtungen sind die sogenannten KI-Agenten, die uns laut Text einerseits Zeitersparnis bringen, andererseits aber auf eben jener Technologie beruhen, die uns der Fähigkeit beraubt habe, freie Zeit sinnstiftend zu füllen. Da ist was dran, glaubt man zumindest den Berichten aus Schulklassen, in denen die Kinder ihren Intellekt an Chatbots abgegeben hätten.

Eine philosophische Frage also, was man eigentlich machen soll, wenn man Zeit hat, aber – mit Verlaub – zu doof zum Erfassen von Texten ist, von Kreuzworträtsel und Sudoku ganz zu schweigen. Körperliche Ertüchtigung drängt sich als Gedanke auf – und mit ihm gleich der Verdacht, einige der absurderen Disziplinen der Olympischen Spiele könnten aus exakt so einer KI-Langeweile entstanden sein.

Der Schwarzmalerei sei hier also ein Ende gesetzt mit der Vorstellung, dass wir bald schlimmstenfalls alle zwar etwas tumb grinsend, aber dafür fit wie Turnschuhe unser Dasein fristen. Es sei denn, wir füllen die überschüssige Zeit mit dem Durchforsten endloser Social-Media-Feeds. Doch denen geht es ja vielleicht demnächst an den Kragen. Ihr Urvater Mark Zuckerberg muss heute jedenfalls vor Gericht dazu aussagen.

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