Guten Morgen. Zwei Fragen prägen den KI-Gipfel in Neu-Delhi. Die eine: Wie kann KI tatsächlichen Mehrwert schaffen? Also abseits von mal besseren, mal schlechteren Tipps von Chatbots im Alltag, sondern in unterschiedlichen Branchen mit spezifischeren Modellen. Und die andere: Wie können Menschenrechte Teil der Algorithmen werden? Human Rights by Design gewissermaßen.
Antworten darauf hat es noch nicht wirklich gegeben, sie sind wahrscheinlich auch nicht zu erwarten. Die Technologie ist viel weiter als die Diskussion darüber. Das Gipfelformat ist noch jung, die geopolitische Lage viel zu komplex. Konsens zu konkreten Fragestellungen wird es nicht geben.
Ab heute wird der Gipfel politisch hochrangig. Der indische Premierminister Narendra Modi wird sprechen. Ebenso alle anderen teilnehmenden Regierungsspitzen, darunter Lula da Silva und Emmanuel Macron. Unklar war gestern, ob ausnahmsweise auch Digitalminister Karsten Wildberger sprechen darf, der Kanzler Friedrich Merz (beide CDU) vertritt.
Spannend wird auch, wie China und Russland auf dem Gipfel und in den Arbeitsgruppen auftreten. Sie sind ebenfalls mit Delegationen vor Ort, wenn auch nicht von Spitzenpersonal angeführt.
Morgen soll eine Deklaration unterzeichnet werden. EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen könnte das stellvertretend für alle Mitgliedstaaten tun. Die womöglich gar nicht so unglücklich darüber sind: Die Vereinbarung könnte ziemlich weichgespült ausfallen.
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