Guten Morgen. In der Lackbranche galt lange ein ehernes Gesetz: Was schnell trocknet, sieht schlechter aus. Bis das amerikanische Unternehmen PPG eine KI über eine gewaltige Datenbank schickte und binnen Minuten eine chemische Kombination erhielt, auf die bisher niemand gekommen ist.
Das Ergebnis verkürzt die Trocknungszeit von einer halben Stunde auf fünf Minuten und liegt seit vergangenem März im Handel – ein Produkt, das sich gewissermaßen selbst erfunden hat.
Auch jenseits des Lacklabors zeichnet sich ein struktureller Wandel ab, wie das Wall Street Journal am Wochenende berichtete: KI beginnt, die klassische Iterationsarbeit der Produktentwicklung aufzubrechen.
Bei P&G entstehen demnach neue Duftprofile nicht mehr durch lange Serien sensorischer Tests, sondern auch durch Modelle, die chemische Strukturen systematisch gegeneinander verrechnen. Mars optimiert Verpackungen durch KI wiederum so präzise, dass Entwicklungszeiten und Plastikmüll reduziert werden.
Für die Industrie beginnt damit vielleicht eine Epoche, in der nicht mehr der Mangel an Ideen bremst, sondern die Fähigkeit, die richtigen zu erkennen und sie rasch genug in die Realität zu überführen.
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