Guten Morgen. Auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen hält sich derzeit hartnäckig die Überzeugung, wir müssten alle nostalgisch auf das angeblich wunderbare Jahr 2016 zurückblicken. Nur wenige scheinen sich zu erinnern, dass man das Jahr mit Fug und Recht als jenes bezeichnen könnte, in dem der gesunde Menschenverstand dank Brexit und Co. zu Grabe getragen wurde.
Wie dem auch sei, es gab natürlich auch lustige Momente. Und solche, die sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt haben. Etwa das zum Meme-Klassiker mutierte Wortspiel der damals wahlkämpfenden Hillary Clinton aus „go to the polls“ (geht wählen) und Pokémon Go, das wohl irgendwie jüngere Menschen ansprechen sollte, dies aber nicht vermochte.
Pokémon Go war damals der letzte Schrei und führte dazu, dass Spielende sich in freier Wildbahn auf der Suche nach für unbeteiligte Passanten unsichtbaren Kreaturen verliefen. Viel absurder wird’s nicht, dachte man damals, was man im Jahr 2026 aber schon nach nur drei Wochen getrost als naives Wunschdenken verwerfen kann.
Heutzutage, so berichtete jetzt das Wall Street Journal, wird Pokémon gern zum KI-Training genutzt. Es sei sehr unterhaltsam und weniger eingeschränkt als andere Spiele, die dafür genutzt werden, sagte David Hershey, KI-Forscher bei Anthropic. „Wir sind alle ein Haufen Nerds“, fügte er hinzu. Wohl für den Fall, dass dahingehend noch Klärungsbedarf bestand.
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