Guten Morgen. Obacht beim Online-Banking: Gut 72 Millionen Euro teuer war ein Tippfehler, der jemandem bei der Großbank Citigroup unterlaufen ist, wie die zuständige britische Aufsichtsbehörde gestern verkündete. Die fehlerhafte Transaktion im Jahr 2022 sei wegen der „ineffektiven“ Echtzeitüberwachung möglich gewesen, hieß es von der Financial Conduct Authority.
„Citi muss Millionenstrafe zahlen wegen Wurstfinger-Flashcrash“, titelte die Nachrichtenagentur Bloomberg dazu etwas salopp und vielleicht nicht ganz journalistisch sorgfältig, da nicht geklärt ist, ob die verantwortliche Person tatsächlich über Wurstfinger verfügte, und ob man wirklich Wurstfinger braucht, um einen Tippfehler zu machen.
Überhaupt entspricht es nicht britischer Höflichkeit, Wurstfinger zu thematisieren, auch wenn das selbst König Charles III. schon über sich ergehen lassen musste. Der, apropos, ist seit Tagen auch Mittelpunkt skurriler Verschwörungstheorien auf Tiktok, wo das neue feuerrote Porträt von ihm gespiegelt und gedreht vermeintlich eine Teufelsfratze zeigt.
„You’re The Devil In Disguise“, singt Elvis dazu im Hintergrund, was freilich einer saftigen Majestätsbeleidigung gleichkommt. Hätte der König noch Macht, er könnte Tiktok einfach verbieten. Doch das soll ja stattdessen in den USA passieren – ausgerechnet da also, wo man sich vor Jahrhunderten von übergriffigen Royals emanzipiert hat. Verkehrte Welt, beziehungsweise „All Shook Up“, wie Elvis sagen würde.
Jetzt mit
SZ Pro-Abo weiterlesen
Probeabo
79,99 €
0,99 €
Nach 4 Wochen kostet das Abo 79,99 € monatlich.
Werktäglich die Fachbriefings von SZ Dossier
Voller Zugriff auf SZ.de, SZ-Magazin.de und SZ-Dossier.de
Die digitalen Ausgaben der SZ – in der App und als E-Paper
Bereits SZ Pro-Abonnent? Einloggen
Ihr persönlicher Kontakt
Cornelia Schwarzmüller
089 2183 8825Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@sz-dossier.de.
