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Digitalwende-Briefing

Staatliches Hacken: In kleinen Schritten zur Nachrichtendienstreform

Lesedauer: 15 Min.

Guten Morgen. Europa, die Landtage in Sachsen, Thüringen und Brandenburg oder die Präsidentenwahl in den USA: Deepfakes, Desinformation und Bots treiben im Superwahljahr ihr Unwesen. Während es in Deutschland noch nicht einmal eine ressort- und ebenenübergreifende Strategie zum Thema gibt, haben andere Staaten wie Frankreich bereits aufgerüstet im Informationskrieg. Dort gibt es eine eigene Behörde mit 50 Personen, die Desinformation aufspüren und bekämpfen soll.

Dass Chatbots und Sprachassistenten immer stärker zusammenwachsen und sich vollkommen neue Möglichkeiten der sprachlichen Kommunikation mit KI-Tools auftun, kann das Problem verschärfen. Im US-Wahlkampf gab es etwa bereits dutzende Fakeanrufe einer KI mit der Stimme Bidens, die Demokratinnen und Demokraten beeinflussen sollte, damit sie nicht an den Vorwahlen der Partei teilnehmen.

Gleichzeitig kann auch das Warnen selbst zum Problem werden. Wo beginnt und wo endet Desinformation? Wer macht sogar Geschäfte mit der Sorge um Wahlbeeinflussung? Über Desinformation wird zwar viel gesprochen, doch tiefgehende Recherchen, datenjournalistische Einordnungen und nüchterne Analysen zum Thema liest man selten.

Ich darf deshalb heute ankündigen, dass wir uns diesem Feld nun verstärkt widmen – mit eigenen Auswertungen, Datenbanken und einem Team mit viel Expertise. Morgen geht es los mit unserem neuen Dossier Schattenspieler. Jeden Freitag finden Sie darin alles, was Sie zu Desinformation wissen müssen. Das Ganze läuft vorerst zeitlich begrenzt bis zwei Wochen nach den Europawahlen und ist kostenlos. Zur Anmeldung geht es hier entlang. Wir freuen uns sehr, wenn Sie dabei sind!

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